Alles muss raus! So langsam auch das Schlagzeug

Veröffentlicht am 14. April 2015 von Paule

Wie soll ich nur anfangen… Vielleicht mit zwei Zitaten aus vielleicht einem meiner Lieblingsfilme:

„Alles, was du hast, hat irgendwann dich“

„Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen.“

 

Alles muss raus!

Gut, sich heutzutage von dem letzteren Zitat freizusprechen ist fast unmöglich – und wäre vielleicht auch nicht unbedingt die Ideallösung. Aber mir ist doch in den letzten Wochen wieder häufiger aufgefallen, was ich alles für Krempel habe, den ich wirklich nicht brauche. Im Rübenkamp hat es sich aber ein bisschen so eingebürgert Angebote auf Vorrat, Werkzeuge oder Deko zu kaufen, was im Endeffekt dann eingepackt herumsteht oder auf dem Flohmarkt für einen Bruchteil wieder verkauft wird. Alte, nicht mehr in Anspruch genommenes Equipment, staubt zu. Kaputte, aber reparierbare Elektronik landet in der Ecke, statt es wegzuwerfen oder verkauft zu werden.

Das ist, wenn man es so schwarz auf weiß liest, offensichtlich dumm. Sich darum zu kümmern dauert nicht ewig, aber man ist dann doch meist zu faul es zu tun. Zumindest von meiner Seite aus soll damit jetzt Schluss sein und alles, das nicht niet- und nagelfest ist (und keine Verwendung mehr findet), vor die Tür. Bei den größten Dingen angefangen.

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Ein neues Experiment wartet

Nicht erst seit dem Urlaub in Dänemark bzw. dem in England kenne ich eine gewisse materielle Anspruchslosigkeit. Es gibt ein paar wenige Dinge, die ich nicht missen möchte und mir viel wert $ind (Kamera + Equipment, Surfzeugs, Weichbodenmatte, Garten, manchmal auch der Laptop). Davon abgesehen ist quasi alles austauschbar. Man könnte fast sagen ‚für eine Veränderung des Wohlbefindens im täglichen Leben komplett irrelevant‘.

Da das letzte Selbstexperiment nun schon mehr als ein halbes Jahr her ist, startet bald ein neues – eins, das auch wieder häufiger mit Bildern untermauert werden soll. Wieso also dieser ganze Prolog über das eigene Konsumverhalten? Dafür gibt es bestimmt mehr als fünf gute Gründe:

 

  1. Das ‚Loswerden‘ von Besitz wird ein Teilprojekt des nächsten Experiments.
  2. Das unausweichliche Chaos, das durch Besitz entsteht, macht mich kirre (wer braucht schon drei Tacker, 50 leere Stifte oder 20 geöffnete Tabs?)! Also, ich meine so richtig unzufrieden! Und das kann doch nicht nur mir so gehen… ?!
  3. Ein wenig Geld in der Urlaubskasse kann nie schaden…
  4. Andere Menschen freuen sich über das erworbene Zeugs (?).
  5. Die Ressourcen für die Dinge, die ich wirklich wertschätze, sind begrenzt. Ganz oder gar nicht!

 

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Das Schlagzeug zuerst

Große Dinge, die gerne mal im Weg stehen, müssen natürlich als erstes weg. Vor circa vier Jahren wurde das Schlagzeug das letzte Mal angefasst und staubt seither nur ein. Und steht nur im Weg, wie mir gesagt wurde. Also ein paar Fotos machen und rein ins Internetz! Wer jemanden kennt der zufällig eins sucht, der kann sich gerne bei Familie D. melden (; !

Das Schlagzeug fällt womöglich unter die schwierigsten Bilder, die ich bisher gemacht habe. So ein Gerät in Szene zu setzen, ohne ein klares Bild im Kopf zu haben, ist wirklich nicht ganz einfach. Es ist ja auch nicht unbedingt so, dass man täglich Bilder von Schlagzeugen sieht… Mit drei Blitzen und einigem Hin und Her, bin ich dann doch ganz zufrieden mit den Resultaten. Besonders, weil nicht sonderlich viel Arbeit in die Entwicklung gegangen ist und man bestimmt noch einiges hätte herausholen können.

 

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Schlusswort

Das Schlagzeug hat nie wirklich die Beachtung gefunden, die es eigentlich hätte bekommen müssen, da es sich nie wirklich ‚richtig‘ angefühlt hat. Deswegen fällt die Trennung auch nicht sonderlich schwer. Mit der Band „Xaporho“ hatten wir aber mächtig Spaß und sehr gute Freundschaften bestehen heute noch.

 

Ob das nächste Experiment etwas wird, das mir so richtig ans Herz wächst, wird sich zeigen. Die Dokumentation davon wird auch demnächst anfangen. Wahrscheinlich etwas früher als später. Also, bis dahin! 🙂

Kategorie: Paul, Tagebuch
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