Nott’m die … wo sind wir gerade?

Veröffentlicht am 2. Februar 2014 von Paule

Grüße!

Wird mal wieder Zeit, dass ich mich melde. Jetzt ist es schon wieder fast zwei Wochen her? Wie die Zeit vergeht…

Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich nach den Klausuren gemacht habe. Wahrscheinlich erst mal nichts. Und dann? Hmm. Ach ja, dann habe ich gesehen, dass die Vorlesungen schon eine Woche früher anfangen, als ich das eigentlich dachte. Dieses Semester sogar richtig viel! Ich war gleich von Dienstag bis Freitag am Campus! Stell sich das mal einer vor! Erst Diagnostik, dann Statistik, dann Organisationales Lernen und dann einen ganzen Tag lang noch Beratung. Die zweite Hälfte davon ist ganz spannend, die erste hingegen eher Pflicht.

In Diagnostik geht es, ähnlich wie in Lüneburg auch schon, darum einen Prozess zu entwickeln, der Stellen be- und ausgeschreibt, dann Bewerber testet und am Ende evaluiert. Theoretisch ganz in Ordnung und sicherlich nicht verkehrt zu wissen, in der Praxis aber dann glaube ich aber, dass es nach dem ersten Tag auch schnell langweilig wird.

Und was soll man zu Statistik schon groß sagen? Da man das als Grundlage jeder datenbasierenden Forschung bezeichnen kann, ist es schon fraglich, warum das gerade ein aus Manchester stammender Doktorand macht, der ziemlich wirr im Kopf ist. Aber was hat das schon zu bedeuten, dass er aus Manchester kommt? Ganz einfach: Man versteht ihn einfach nicht! Fachlich nicht, weil er durch circa 1713 grundlegende Powerpoint Folien innerhalb einer Stunde durchgeschossen ist, sondern weil der Akzent alle Vokale aus dem Alphabet streicht. Ich konnte mir durch Vorwissen (wow!) und die monatelange Übung mit meinem Mitbewohner den Großteil zusammenreimen, aber ich glaube die Masse des Kurses stand direkt in dem mit Fragezeichen gefüllten Bahnhof. Nachbereitung wird der Schlüssel zum Erfolg sein.

Organisationales Lernen findet bei dem chilligsten Professor statt. Ein alter Praktiker, der sich wahrscheinlich auf seine alten Tage noch mal in der Uni einen Bequemen macht. Inhaltlich ein ganz spannendes Thema, wobei es dabei aber glaube ich wieder nicht um richtiges Fachwissen, sondern ‚Moral‘ gehen wird. Ich lasse es auf mich zukommen.

Der Beratungsworkshop findet insgesamt nur zwei Mal statt, ist dafür aber ganztägig. Dafür ist ein externer Coach eingeladen worden, der mit dem zuständigen Professor eng zusammenarbeitet. Geiles Thema und gute/praktische Atmosphäre, allerdings zwei lehrende Laberbacken, die es mit den Geschichten von früher ein wenig übertreiben. Nächste Woche müssen wir selber einen Coaching-Antrag schreiben, wie wir ein Problem innerhalb der Firma dann angehen. Mit Kostenrechnung und so weiter und so fort, also von Antrag bis Evaluation. Ich hoffe, dass da dann tatsächlich auch mal was von hängenbleibt.

Der unerwartete Beginn der Vorlesungen hat dann mir dann im Endeffekt mal wieder den Popo versohlt. Ich hatte mir nämlich vorgenommen schön die Woche, ganz in aller Ruhe mein letztes Essay zu schreiben. Puff, war wohl nichts. Wie gewohnt, mit erhöhtem Schlafmangel aber, so hoffe ich, ein ganz akzeptables Resultat erreicht. Auch wenn es alles früher hätte passieren müssen/können/sollen, war ich gerade rechtzeitig, bevor mein zweiter Besucher hier ankam. Oh Betti, wie Spaß es immer mit dir ist! In Nottingham gibt es außer Kneipen halt weniges, was man wirklich gesehen haben MUSS. Entsprechend haben wir ein wenig gemeinsame Zeit im Auto, in der amerikanischen Botschaft mit dem leuchtenden M und auf dem Campus verbracht. Kuchen, Fish & Chips und English Breakfast gegessen und dazu Tee, Bier und .. Bier getrunken. Und dann war ein Tag und zwei Abende auch schon gefüllt. Sehr viel länger muss man seine Zeit dann hier abend auch nicht verbringen.

Davon abgesehen, habe ich mich jetzt endlich dazu durchringen können, eine Kamera zu kaufen (hatte ich das nicht sogar schon erwähnt?). Lars, der meine Dankbarkeit ja eh schon gepachtet hat, hat mich bei der schlussendlichen Entscheidungsfindung dann doch noch sehr unterstützt, da es zwei Optionen gab. Bin mit der Entscheidung aber voll zufrieden. Um mich selber herauszufordern, zu zwingen und aktiv zu werden, will ich jeden Tag ein Foto machen, das mir richtig gut gefällt und dann hier teilen. Hoffentlich mit dem Effekt, dass man eine Entwicklung in der Qualität beobachten kann und ich in einem Jahr zurück gehe, mich über schöne Fotos und Erinnerungen freuen kann und dann im gleichen Moment darüber lache, wie schlecht das eigentlich ist. Hoffentlich geht der Plan auf.

Oh… und ganz am Rande: Lars ist Papa. Mit Monika und dem kleinen Felix gibt es in München bzw. Poing jetzt auch eine kleine Michelsen Familie. Details darf und/oder möchte ich jetzt auch nicht ausplaudern, dazu ist Lars da. Werde aber nicht drum herum kommen, dort früher oder später einen Abstecher hin zu machen um dann den Frechdachs in die Hand zu nehmen. Wenn Monika mich lässt. Freue ich mich jetzt schon drauf. Mit ein bisschen Angst. Man will ja nicht, dass es kaputt geht.

Gut. Das reicht jetzt auch für heute. D.h. ich werde gleich mal eine neue Kategorie anlegen, die für Bilder und Beschreibungen gedacht ist. Den ersten Februar kann man ja als super Startzeit nehmen.

Arividerci

Kategorie: Nottingham, Tagebuch

2 Kommentare zu “Nott’m die … wo sind wir gerade?”

  1. […] bei meinem letzten Update geschrieben, war ich mir nicht ganz sicher, wie die Klausuren Employee Relations und Stress and […]

  2. […] in meinem vorigen Tagebucheintrag beschrieben, möchte ich Nutzen von meiner Kamera machen. Um jeden Tag aus dem Haus zu kommen und […]

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